Für alle Ohren

Die Jagdsaison beginnt…

Bald heisst es wieder „Waidmannsheil“, die Jägerinnen und Jäger pirschen durch die Wälder in der Nordwestschweiz. Das Gewehr im Anschlag, damit man bloss keine Zeit verliert, wenn das Wild vor der Flinte erscheint.
 

Wie aber steht es mit dem Gehör? Tragen die Jägerinnen und die Jäger einen Gehörschutz? Man ist ja im Freien, braucht es diesen überhaupt? Aber sicher, denn auch im Freien ist ein Knall über 150 dB, bei einer Distanz von einem Meter vom Ohr entfernt sehr laut. Dies ist lauter als die Triebwerke eines Flugzeuges. Nun wird sich der Jäger sagen: «Ich schiesse ja nicht viel». Dem entgegne ich: Weiss man dies schon zum Voraus? Nein! Ein einziger Schuss reicht aus, um sich ein Knalltrauma einzufangen. Die Folgen sind schnell aufgezählt: einmal zerstört, wachsen die mikroskopischen Haarzellen im Innenohr nicht wieder nach. Diese wichtigen und winzigen Haare können auch durch keine medizinischen Verfahren künstlich wieder hergestellt werden.
 

Die Folgen sind enorm und irreparabel

Die Konsequenz ist ein permanenter Hörverlust und/oder ein höchst frustrierendes Klingeln in den Ohren (Tinnitus) und die negativen Auswirkungen hören damit noch nicht auf. Zusätzlich zum reduzierten Hörvermögen, kommen noch andere Faktoren hinzu, wenn Sie sich Lärm aussetzen: Stress und Nervosität; Reduzieren der Konzentration und der Schlafqualität; Leistungsabfall und Abbau der Produktivität; zunehmendes Arbeitsunfallrisiko; Kommunikationsprobleme; das Gefühl der Isolation; erhöhte medizinische Kosten.

Und dies alles weil kein Gehörschutz getragen wurde! Ich höre jetzt schon, was mir die Jäger sagen: «Mit einem Gehörschutz hören wir das Wild nicht, wenn es in unsere Richtung kommt!» «Ja», entgegne ich: «Aber mit dem richtigen Gehörschutz, würdet ihr das Wild auch hören.»
 

Wenn man das Gehör nur gegen Lärm schützen will/muss, ist ein passiver Gehörschutz sinnvoll

Ein passiver Gehörschutz reduziert die lauten/hohen Töne, mit diesem hört man weniger, was auch Sinn macht.Will oder muss man auch noch von der Umgebung etwas hören, dann sollte ein aktiver Gehörschutz eingesetzt werden. Mit einem aktiven Gehörschutz verpasst man kein Wild mehr! Das Rascheln im Wald, Stimmen etc. werden verstärkt, zudem besteht die Möglichkeit die Lautstärke an der Umgebung anzupassen.

Kommt es nun plötzlich zur Schussabgabe, muss nicht zuerst die Lautstärke reduziert oder das System abgeschaltet werden. Der aktive Gehörschutz regelt innerhalb von 1 Millisekunde (Einschwingzeit) zu, dann wirkt der Gehörschutz wie ein passives System. Nach 130 Millisekunden (Ausschwingzeit) funktioniert das System wieder aktiv.

Damit die Jagdsaison ohne bleibende Schäden im Innenohr genossen werden kann, sollte man vorgängig einen Termin bei seinem Akustiker in einer der Filialen der Hörmittelzentrale Nordwestschweiz vereinbaren.

Ich selber bin Sportschütze und trage zum Teil den aktiven wie passiven Gehörschutz, denn ich möchte mein Hobby noch lange ausüben.

In diesem Sinne, wünsche ich allen Jägerinnen und Jäger eine unfallfreie Jagdsaison. Kommen Sie jetzt vorbei und profitieren Sie von unserem Spezialangebot. Einen kostenlosen Beratungstermin in einer HZ-Filiale vereinbaren

Waidmannsheil

 

Andi Benz, Hörgeräteakustiker und dipl. Pädakustiker


 

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